Als eine Methode der vertieften Bearbeitung haben wir im Rahmen des PH-Studiums immer wieder mit dem Concept Map gearbeitet. Im BP-Modul war die Auseinandersetzung damit am grundlegendsten und am intensivsten.
Concept Mapping kann als Lernstrategie, zur Diagnose von Verständnissen oder als Leistungskontrolle eingesetzt werden.
Hier die wichtigsten Punkte:
Wichtigste Elemente der Darstellung sind Textcontainer, Pfeile und deren Beschriftungen.
Die Rechtecke stehen für Begriffe.
Die Pfeile symbolisieren die gegenseitigen Beziehungen der Begriffe.
Die Beschriftungen der Pfeile geben genauere Auskunft über die Art der Beziehung. Die Pfeilrichtung gibt dabei die Beziehungsrichtung vor.
Ich habe mich zur Verinnerlichung direkt an die Umsetzung gewagt und einmal versucht, die Akteure des Schweizer Bildungssystem zu einander in Relation zu setzen:
Noch immer soll uns also das Thema Lernjob beschäftigen. Ich will mich hier noch einmal mit dem Advance Organizer auseinander setzen. Was ist gut? Was ist schlecht? Was ist das Ziel davon? Welche Möglichkeiten gibt es?
Beispiel eines Advance Organizers
Viele Fragen, auf die es wohl ebenso viele Antworten gibt. Sinn und Zweck eines Advance Organizers (im Folgenden AO)ist es eigentlich, die Lernenden zu Beginn einer Stunde, einer Lernreihe oder eines Lernjobs abzuholen, auf die Thematik einzustimmen und an allfälliges Vorwissen anzuschliessen. Schon daraus wird ersichtlich, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, das zu tun. Für Geschichte, eines meiner Fächer, ist der Einstieg über eine Quelle denkbar. Im Sinne eines AO wäre es beispielsweise denkbar, dass sich die Schüler ihr eigenes Bild einer Quelle machen, diese analysieren und mit ihrem bereits vorhandenen historischen Wissen in einen Zusammenhang setzen. Darauf kann dann aufgebaut werden.
Einfacher sind AO, die als Mind Map oder Concept Map erstellt werden sollen und auf einer einfachen Einstiegsfrage beruhen. Sie können die Lernenden einfacher abholen, allerdings besteht natürlich die Gefahr, dass sich die Lernenden dann nicht direkt angesprochen fühlen. Hier wäre dann ein Nachhaken der Lehrperson erforderlich, der den Lernenden mit einer zusätzlichen Frage oder einem Denkanstoss dazubringen kann, sich doch noch auf den AO einzulassen.
Gute Aufträge oder Stunden bauen auf guten AOs auf. Das Problem ist schnell ersichtlich: Die AOs sind sehr individuell und nur schwer in die Planung einzunehmen. Zudem würde es im Umkehrschluss heissen: Schlecht gelöste AO ergibt schlecht gelöste Aufträge. Dass ein Auftrag oder ein Lernjob aber dennoch gut sein kann, scheint mir gegeben. Vor allem da der Lernjob richtigerweise von hinten aufgespurt wird und der AO damit erst ganz am Schluss definiert wird. Doch dazu in einem separaten Post mehr.
Wie das zusammenspielt, wird sich wohl im Verlauf des Jahres herausstellen... Stay tuned!
Ein zentrales Element, das Max uns vermitteln will, sind Lernjobs. Ihre Vorteile liegen meines Erachtens auf der Hand. Die Lernenden erhalten einen unmittelbaren, praktischen und handlungsorientierten Zugang zum Stoff. Wie sich das in meinem Erstfach Geschichte umsetzen lässt, soll erst später Gegenstand meiner Auseinandersetzung werden.
Erst soll es darum gehen, was einen guten Lernjob an sich ausmacht. Damit ein solcher sinnvoll ist und auch bei den Schülerinnen und Schülern gut ankommt, gibt es einige Punkte, die zu beachten sind:
Vorweg ist es sinnvoll, einen Advanced Organizer erstellen zu lassen. Es geht dabei darum, das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zu aktivieren, sie abzuholen und auch gleich auf bereits Bekanntes anzuknüpfen. Die Lernenden erkennen so, was sie bereits wissen, über welches Lerngerüst sie verfügen und worauf sie aufbauen können. Ein Advanced Organizer sollte daher der erste Schritt eines Lernjobs sein. Es gibt dafür viele Möglichkeiten - denkbar sind MindMaps, ConceptMaps, Brainstormings, Thesenformulierungen oder vieles mehr.
Bevor es allerdings darum geht, die Aufgabenstellung für einen Advanced Organizer zu formulieren, sollte man sich des Auftrags, den man erteilen will, bewusst sein. Dazu ist es sinnvoll, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Dazu soll zu Beginn ein Bewertungsraster, ein so genannter Rubric, erstellt werden. In verschiedenen Kategorien soll daraus ersichtlich werden, was am Ende des Lernjobs von den Schülerinnen und Schülern erwartet wird. Zum einen dient dieses Raster den Lernenden als Orientierung, damit sie wissen, was von ihnen verlangt wird. Zum anderen ist es auch für die Lehrperson eine nützliche Stütze, da so gleich zu Beginn deutlich gemacht werden muss, was von den Lernenden verlangt wird. So hat man für die Ausarbeitung des restlichen Auftrags einen Leitfaden, nach dem man sich richten kann.
Ein solches Raster gilt es jetzt auf die nächste Stunde zu erstellen. Ich werde mich also mal daran versuchen und später von meinen Erfahrungen berichten. Stay tuned!