Posts mit dem Label Tertiärstufe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tertiärstufe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 15. März 2016

Die wichtigsten Begriffe der Rahmenbedingungen


BBG

= Berufsbildungsgesetz

Das BBG regelt die Berufsbildungen der Schweiz ausserhalb der Hochschulen. Darunter fallen sowohl die berufliche Sparte der Sekunderstufe II als auch die Tertiär-B-Stufe mit den eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen und den Bildungsgängen der höheren Fachschulen.

www.ch-go.ch

BBV

= Berufsbildungsverordnung

Wie bei anderen Gesetzen wird auch das BBG durch eine Verordnung noch genauer geregelt. Die BBV enthält diejenigen Passagen, die notwendig, aber im BBG nicht enthalten sind. Das BBG und die BBV sind zusammen die wichtigste Rechtsgrundlage für die Berufsbildung in der Schweiz. Sie enthalten Vorschriften zu den Bereichen 
  • berufliche Grundbildung, einschliesslich der Berufsmaturität
  • höhere Berufsbildung
  • berufsorientierte Weiterbildung
  • Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel
  • Bildung der Berufsbildungsverantwortlichen
  • Zuständigkeit und Grundsätze der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung
  • Beteiligung des Bundes an den Kosten der Berufsbildung

BiVo

= Verordnung über die berufliche Grundbildung

Gemäss "neuem" BBG muss jeder Beruf eine Bildungverordnung (BiVo) sowie einen Bildungsplan haben. Die BiVo enthält die grundsätzlichen Regelungen zum Beruf und wird von den OdA ausgearbeitet und von den Behörden genehmigt. Sie enthält die grundsätzlichen Regelungen zu einem Beruf, dazu einen Bildungsplan.

RLP

= Rahmenlehrplan

Die Rahmenlehrpläne enthalten Bestimmungen über die Inhalte des Unterrichts an den Berufsfach- und Berufsmaturitätsschulen. Sie werden vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) erlassen und sollen einen gewissen Standard in der Ausbildung gewährleisten. Damit im Konflikt steht jedoch die jeweils kantonale Auslegung und Umsetzung der Rahmenlehrpläne.

Berufsbildungsverantwortliche

= alle an der Ausbildung eines Lernenden Beteiligten, d.h. Berufsbildner/-innen, Lehrpersonen an den Berufsfachschulen, Prüfungsexperten sowie weitere Beteiligte

Sonntag, 24. Januar 2016

Das Schweizerische Bildungssystem

Schon einige Male sind wir nun im Rahmen des BP-Moduls in den Genuss einer Vorstellung des Schweizerischen Bildungssystems gekommen. Da mir dieses nicht ganz neu ist, konnte ich die Gelegenheiten nutzen und mir die genaueren Hintergründe etwas anschauen. Dabei ergaben sich einige Denkanstösse. Vorab aber noch einmal die grundlegendsten Erläuterungen.

(c) http://www.stadt.sg.ch/home/schule-bildung/alle-bildungseinrichtungen/schulsystem-schweiz/_jcr_content/Par/image.jpg

Nach dem Durchlauf der obligatorischen neun Schuljahre erfolgt der Übertritt in die Sekundarstufe zwei, die entweder aus einer Berufslehre, aus einer Matura oder aus einer Kombination besteht. Für die Berufspädagogik sind dabei vor allem die Wege interessant, die die Berufsmaturität beinhalten. Diese kann nach oder zeitgleich mit einer Grundausbildung mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis erlangt werden. Dies sind jene Lernenden, die wir nach einem BP-Modul unterrichten werden.

Ein besonderes Augenmerk sollte man aber auf die Möglichkeiten legen, die sich den Lernenden nach der Berufsmaturität legen. Dank der Durchlässigkeit des hiesigen Bildungssystems sind ihnen nach erfolgreicher Matura keine Grenzen gesetzt. Sie können weiterhin ihrem "normalen" Beruf nachgehen. Sinnvoller wäre aber das Anstreben einer Ausbildung im Tertiärsektor, d.h. eine Berufsprüfung (ehemals Meisterprüfung), eine höhere Fachprüfung, eine Fachhochschule oder auch ein universitäres Studium. Berufsprüfung oder höhere Fachschule sind dabei auch ohne Matura möglich.



Da all diese Abschlüsse im Tertiärsektor angegliedert sind und die meisten mit einem Bachelor- oder Masterabschluss enden, stellt sich die Frage, welcher Abschluss wie zu gewichten ist. Auch Freunde von mir standen vor diesem Problem. Am Ende ist die entscheidende Frage wohl, welches berufliche Ziel man hat und in welchem Bereich man arbeiten will. Dieses Ziel gibt vor welchen Weg, sprich welche Tertiärausbildung, man wählen sollte.

Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten. Der Weg des Passarelle ermöglicht wie erwähnt auch den Zugang zu Universitäten und Hochschulen. Dazu vielleicht ein andermal mehr... Stay tuned!