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Montag, 11. Januar 2016

Lernjobs III - Advance Organizer

Noch immer soll uns also das Thema Lernjob beschäftigen. Ich will mich hier noch einmal mit dem Advance Organizer auseinander setzen. Was ist gut? Was ist schlecht? Was ist das Ziel davon? Welche Möglichkeiten gibt es?

Beispiel eines Advance Organizers

Viele Fragen, auf die es wohl ebenso viele Antworten gibt. Sinn und Zweck eines Advance Organizers (im Folgenden AO)ist es eigentlich, die Lernenden zu Beginn einer Stunde, einer Lernreihe oder eines Lernjobs abzuholen, auf die Thematik einzustimmen und an allfälliges Vorwissen anzuschliessen. Schon daraus wird ersichtlich, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, das zu tun. Für Geschichte, eines meiner Fächer, ist der Einstieg über eine Quelle denkbar. Im Sinne eines AO wäre es beispielsweise denkbar, dass sich die Schüler ihr eigenes Bild einer Quelle machen, diese analysieren und mit ihrem bereits vorhandenen historischen Wissen in einen Zusammenhang setzen. Darauf kann dann aufgebaut werden.

Einfacher sind AO, die als Mind Map oder Concept Map erstellt werden sollen und auf einer einfachen Einstiegsfrage beruhen. Sie können die Lernenden einfacher abholen, allerdings besteht natürlich die Gefahr, dass sich die Lernenden dann nicht direkt angesprochen fühlen. Hier wäre dann ein Nachhaken der Lehrperson erforderlich, der den Lernenden mit einer zusätzlichen Frage oder einem Denkanstoss dazubringen kann, sich doch noch auf den AO einzulassen.



Gute Aufträge oder Stunden bauen auf guten AOs auf. Das Problem ist schnell ersichtlich: Die AOs sind sehr individuell und nur schwer in die Planung einzunehmen. Zudem würde es im Umkehrschluss heissen: Schlecht gelöste AO ergibt schlecht gelöste Aufträge. Dass ein Auftrag oder ein Lernjob aber dennoch gut sein kann, scheint mir gegeben. Vor allem da der Lernjob richtigerweise von hinten aufgespurt wird und der AO damit erst ganz am Schluss definiert wird. Doch dazu in einem separaten Post mehr.

Wie das zusammenspielt, wird sich wohl im Verlauf des Jahres herausstellen... Stay tuned!

Samstag, 9. Januar 2016

Lernjob II - Gute Lernjobs








Mal wieder das Thema Lernjobs... Es ist ja schliesslich noch Januar. Was ist ein guter Lernjob? Was ist ein schlechter Lernjob? Und vor allem: Wie komme ich zu meinem Lernjob, der den gewünschten Kriterien entspricht?



Der Lernjob ist ein sich sehr gut eignendes Instrument, um Aufgaben ziel- und handlungsorientiert in den Unterricht einzubauen. Dabei soll auf einem Auftragsblatt beschrieben sein, was verlangt wird, was das Ziel ist, welche Ergebnisse erwartet werden und unter welchen Rahmenbedingungen sie erreicht werden sollen. Selbstredend, bzw. spätestens nach diesem Einstiegssatz, sollte klar sein, dass sich diese Art von Aufgaben vor allem für die Berufsschule oder die Berufsmaturitätsschule eignet. Im gymnasialen Unterricht lassen sich Stunden auch theoretischer in diesem Sinne der Handlungsorientierung aufgleisen.


Nun also, ein guter Lernjob. Ein wichtiger Ansatz ist sicher, dass man die Aufgabe quasi von hinten aufzäumt und man sich zu Beginn, überlegt, wo man eigentlich mit den Schülern hin will. Daraus kann man dann den Weg bzw. die Aufgaben ableiten.

Auf das Layout will ich gar nicht gross eingehen. Dass dieses einheitlich und ansprechend sein soll, ist für mich für jedes Arbeitsblatt selbstredend. Es gibt aber noch weitere formale Dinge, die es einzuhalten gilt: Gleich zu Beginn soll dargelegt werden, welche Lernziele mit dem Auftrag erreicht werden sollen. Im Anschluss, noch vor Beginn des eigentlichen Auftrags, sind die Rahmenbedingungen zu klären, so zum Beispiel mit welchem Zeitaufwand zu rechnen ist oder welche Hilfsmittel angedacht sind.

Danach sollte ein Advance Organizer folgen: Dieser dient im Sinne einer Einstimmung dazu, die Lernenden abzuholen und sie auf die Thematik einzustimmen. Er kann an bestehendes Vorwissen anschliessen oder einleitende Überlegungen aufgrund von Allgemeinwissen verlangen.

Nach diesen Vorarbeiten kommen die eigentlichen Aufträge. Diese sind als offene Aufträge oder Fragen zu stellen, ebenso offen soll auch ihr Output sein. Mindestens soll den Lernenden aber eine Auswahlmöglichkeit an Lösungswegen gegeben werden.

Andere Kriterien unterscheiden sich nicht gross von den Gütekriterien anderer Aufträge. Was wir in diesem Zusammenhang noch verstärkt angeschaut haben, waren die Rubrics, also Bewertungsraster. Auf diese will ich aber in einem anderen Eintrag eingehen... Stay tuned!

Montag, 21. Dezember 2015

Lernjobs

Ein zentrales Element, das Max uns vermitteln will, sind Lernjobs. Ihre Vorteile liegen meines Erachtens auf der Hand. Die Lernenden erhalten einen unmittelbaren, praktischen und handlungsorientierten Zugang zum Stoff. Wie sich das in meinem Erstfach Geschichte umsetzen lässt, soll erst später Gegenstand meiner Auseinandersetzung werden.

Erst soll es darum gehen, was einen guten Lernjob an sich ausmacht. Damit ein solcher sinnvoll ist und auch bei den Schülerinnen und Schülern gut ankommt, gibt es einige Punkte, die zu beachten sind:


Vorweg ist es sinnvoll, einen Advanced Organizer erstellen zu lassen. Es geht dabei darum, das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler zu aktivieren, sie abzuholen und auch gleich auf bereits Bekanntes anzuknüpfen. Die Lernenden erkennen so, was sie bereits wissen, über welches Lerngerüst sie verfügen und worauf sie aufbauen können. Ein Advanced Organizer sollte daher der erste Schritt eines Lernjobs sein. Es gibt dafür viele Möglichkeiten - denkbar sind MindMaps, ConceptMaps, Brainstormings, Thesenformulierungen oder vieles mehr.

Bevor es allerdings darum geht, die Aufgabenstellung für einen Advanced Organizer zu formulieren, sollte man sich des Auftrags, den man erteilen will, bewusst sein. Dazu ist es sinnvoll, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Dazu soll zu Beginn ein Bewertungsraster, ein so genannter Rubric, erstellt werden. In verschiedenen Kategorien soll daraus ersichtlich werden, was am Ende des Lernjobs von den Schülerinnen und Schülern erwartet wird. Zum einen dient dieses Raster den Lernenden als Orientierung, damit sie wissen, was von ihnen verlangt wird. Zum anderen ist es auch für die Lehrperson eine nützliche Stütze, da so gleich zu Beginn deutlich gemacht werden muss, was von den Lernenden verlangt wird. So hat man für die Ausarbeitung des restlichen Auftrags einen Leitfaden, nach dem man sich richten kann.
http://qualityandinnovation.com/2012/02/02/the-rubric-as-a-general-purpose-quality-tool/

Ein solches Raster gilt es jetzt auf die nächste Stunde zu erstellen. Ich werde mich also mal daran versuchen und später von meinen Erfahrungen berichten. Stay tuned!